{"id":2,"date":"2016-05-10T03:48:21","date_gmt":"2016-05-10T03:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.schuetzenverein-holdorf.de\/?page_id=2"},"modified":"2020-07-24T10:19:50","modified_gmt":"2020-07-24T10:19:50","slug":"sample-page","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/?page_id=2","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcnderzeit<\/h2>\n\n\n<p>Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden im Zusammenhang mit der deutschen Freiheitsbewegung auch in unserer Heimat zahlreiche Sch\u00fctzenvereine, in denen das traditionelle Sch\u00fctzenwesen vergangener Jahrhunderte neu belebt wurde. Als dann 1827 durch Verf\u00fcgung des Gro\u00dfherzogs von Oldenburg Holdorf ein selbstst\u00e4ndiges Kirchspiel wurde, hatte der Gedanke des Sch\u00fctzenwesens auch in Holdorf Fu\u00df gefasst. So soll der m\u00fcndlichen \u00dcberlieferung zufolge schon in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts auch in Holdorf auf den Vogel geschossen worden sein. Der Sch\u00fctzenverein Holdorf beruft sich auf diese Tradition und legte 1861 als vermeintliches Gr\u00fcndungsjahr fest.<\/p>\n<p>Dokumentarisch l\u00e4sst sich die Gr\u00fcndung nicht belegen, da keine schriftlichen Unterlagen vorliegen. Den ersten Hinweis liefert die Teilungskarte der Holdorf- Handorfer Mark aus dem Jahre 1865, die aus der unkultivierten Gemeinheit die Parzelle \u201eDer neue Sch\u00fctzenplatz\u201c ausweist. Mit gro\u00dfer Sicherheit ist anzunehmen, dass es in den Jahren zuvor bereits einen \u201ealten\u201c Sch\u00fctzenplatz gab und dass zu dieser Zeit der Sch\u00fctzenverein Holdorf schon im Leben des Dorfes eine bedeutende Rolle innehatte. Weitere Erkenntnisse liegen dem Verein bisher nicht vor. So bleiben das genaue Gr\u00fcndungsjahr und die Namen der Gr\u00fcndungsv\u00e4ter weiterhin unbekannt. Auch \u00fcber das Holdorfer Sch\u00fctzenleben ist aus diesen Jahren des Anfangs nichts bekannt.<\/p>\n<p>Dies \u00e4nderte sich mit dem Jahr 1888. Am 25. Januar 1888 richtete der Sch\u00fctzenverein durch seinen stellv. Pr\u00e4sidenten Heinrich Wernke \u00fcber das Amt Vechta ein Gesuch an die Oldenburgische Staatsregierung und bat um Anerkennung des Vereins als juristische Person.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/anerkennung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"924\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/anerkennung.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/anerkennung.jpg 700w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/anerkennung-227x300.jpg 227w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/anerkennung-508x671.jpg 508w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><figcaption>Anerkennungsschreiben<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dieser Aktenvorgang von 1888\/89 war und ist f\u00fcr den Sch\u00fctzenverein Holdorf von gro\u00dfer Bedeutung: Zum ersten Mal zeigen sich die Sch\u00fctzen als wirklicher Verein. Sie haben g\u00fcltige Statuten, die Mitgliedschaft und Vereinsleben regeln, klar umrissene Strukturen mit Vorstand und Versammlung, deren Rechte und Pflichten umschrieben sind, sie besitzen und verwalten ein Verm\u00f6gen mit Grundbesitz (Sch\u00fctzenplatz), Bausubstanz (Hallen, Schie\u00dfstand) und Inventarien. \u00dcberliefert sind die Namen der 41 Mitglieder des Vereins, die allesamt aus der Bauernschaft Holdorf stammten, und die Namen des Vorstands mit Hermann Bergmann, Heinrich Wernke, Heinrich Nienaber, Bernard Hilgefort und Heinrich Dr\u00fche.<\/p>\n\n\n\n<p>Sinn und Zweck dieser aus Eingesessenen der Gemeinde Holdorf gebildeten Gesellschaft sollte es sein, sich im Gebrauche der Schie\u00dfwaffen zu \u00fcben, das Interesse f\u00fcr die Schie\u00dfkunst zu beleben und eine allgemeine patriotische Gesinnung zu hegen und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abschrift der Erteilung der Rechte einer juristischen Person durch den Amtshauptmann Ramsauer, Vechta, vom 16. Februar 1889 ist neben den Statuten das \u00e4lteste Dokument des Vereins. Das Datum dieses Aktenvorgangs wurde lange Zeit als das Gr\u00fcndungsjahr des Sch\u00fctzenvereins betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wertvollste Andenken an die Gr\u00fcnderjahre ist die K\u00f6nigskette aus dem Jahr 1889, mit der bisher jeder K\u00f6nig inthronisiert wurde. Die Namen von 109 Monarchen sind verzeichnet, unter ihnen die Gro\u00dfherz\u00f6ge Nikolaus Friedrich Peter (1898) und Friedrich August (1910).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein tatkr\u00e4ftiger Vorstand legte den Grundstein f\u00fcr eine stetige Fortentwicklung des Vereins. Der Sch\u00fctzenverein gewann an Ansehen und Beliebtheit im Dorf. Steigende Mitgliederzahlen verdeutlichen es: 1894 hatte der Verein 58 Mitglieder, 1899 waren es bereits 94, erstmals in drei Kompanien unterteilt Die Sch\u00fctzenfeste wurden nun zu Volksfesten des gesamten Ortes. Auch die Jugend wurde schon fr\u00fch mit der Sch\u00fctzentradition vertraut gemacht. Am Sch\u00fctzenfestsonntag gab es eine Kinderbelustigung mit kleinen Wettspielen und Preisen, und die Jungen k\u00e4mpften um die Ehre des Kindersch\u00fctzenk\u00f6nigs und um Schie\u00dfpreise.<\/p>\n\n\n\n<p>Den vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt in der jungen Vereinsgeschichte bildete der 26. Juni 1898. Der Sch\u00fctzenverein Holdorf trug seinem Regenten, dem Gro\u00dfherzog Nikolaus Friedrich Peter, die W\u00fcrde eines Sch\u00fctzenk\u00f6nigs von Holdorf an. Der F\u00fcrst nahm dankend an. Gro\u00df war der Jubel in Holdorf. In Dankbarkeit \u00fcber die Treue und Zuneigung seiner Untertanen schenkte er dem Verein ein reich verziertes kostbares Gewehr. Dieses f\u00fcrstliche Geschenk wurde fortan in jedem Sch\u00fctzenfestumzug mitgef\u00fchrt und von einem Sch\u00fctzen stolz der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Die Sch\u00fctzen gaben dem Gewehr den Namen \u201eDer Gro\u00dfherzog\u201c. Leider ging es 1945 verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Neues aus dem Vereinsleben erfahren wir erst wieder aus dem Jahr 1910. Die Oldenburgische Volkszeitung berichtet mit Datum vom 29. Mai 1910, dass der Verein beschlossen habe, eine neue Fahne anzuschaffen. Den Grund kennen wir nicht, auch ist unbekannt, was mit der alten Fahne geschah. Die feierliche \u00dcbergabe der Fahne, die sogenannte Fahnenweihe, sollte auf dem Sch\u00fctzenfest gefeiert werden. Der Pressemitteilung nach war es ein gl\u00e4nzendes Fest, das die Holdorfer Sch\u00fctzen zusammen mit den zahlreich erschienenen Sch\u00fctzen aus den Nachbarvereinen feierten. Und passend zu dieser Festfreude geschah es, dass der Verein Seine K\u00f6nigliche Hoheit, Gro\u00dfherzog Friedrich August, um die Ehre bat, die Sch\u00fctzenk\u00f6nigsw\u00fcrde anzunehmen. Der F\u00fcrst nahm dankend an; ein insgeheim erhofftes f\u00fcrstliches Geschenk blieb leider aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Im folgenden Jahr 1911 grassierte in vielen Gemeinden des F\u00fcrstentums die Maul- und Klauenseuche. Um die Gefahr der \u00dcbertragung der Seuche zu mindern, untersagte das Gro\u00dfherzogliche Amt Vechta die Durchf\u00fchrung des Sch\u00fctzenfestes in Holdorf am 21. u. 22. Mai. Die Sch\u00fctzen wollten spontan auf das Sch\u00fctzenfest nicht verzichten und machten am Himmelfahrtag einen Ausflug nach Wehdel zum dortigen Sch\u00fctzenfest. Nach Abklingen der Seuche wurde aber am 6. u. 7. August auch in Holdorf gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/jubelfest.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"510\" height=\"659\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/jubelfest.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/jubelfest.jpg 510w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/jubelfest-232x300.jpg 232w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/jubelfest-508x656.jpg 508w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><figcaption>Sch\u00fctzenjubelfest 1914<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das Sch\u00fctzenfest im Jahr 1914 sollte am 7. u. 8. Juni als Jubelsch\u00fctzenfest zum 25j\u00e4hrigen Bestehen des Vereins gefeiert werden. Der Eifer beim Ausschm\u00fccken des Dorfes war besonders gro\u00df, denn den Gastvereinen wollte man einen w\u00fcrdigen Empfang bereiten. Die Nachricht, dass Gro\u00dfherzog Friedrich August mit dem Erbgro\u00dfherzog und einem gro\u00dfen Gefolge am Sonntag nach der Einweihung des Eisenbahner-Erholungsheims in Damme auch durch Holdorf fahren werde, spornte den Eifer an. Der Ort war festlich geschm\u00fcckt, die Sch\u00fctzen aus Holdorf und aus den Gastvereinen waren angetreten und begr\u00fc\u00dften mit Jubelrufen die Durchreisenden. Alle waren stolz, dass der Landesherr, Seine K\u00f6nigliche Hoheit Gro\u00dfherzog Friedrich August, dem Sch\u00fctzenfest einen solchen Glanz verlieh.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\">Das Vereinsleben zwischen den beiden Weltkriegen<\/h2>\n\n\n\n<p>Der erste Weltkrieg hatte in den Reihen der Holdorfer Sch\u00fctzen gro\u00dfe L\u00fccken hinterlassen. Viele waren im Kampf um Heimat und Vaterland gefallen. Ihre Namen stehen auf dem Ehrenmal eingraviert, das den Gefallenen zu Ehren 1920 errichtet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Pause von f\u00fcnf Jahren fand 1919 wieder ein Sch\u00fctzenfest statt. Laut gesicherter \u00dcberlieferung rief der seit 1914 amtierende K\u00f6nig Josef Strunk seinen Untertanen zu: &#8222;Fast alle Throne dieser Welt sind gefallen, nur der Holdorfer nicht!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/festmarsch1934.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"283\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/festmarsch1934.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-95\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/festmarsch1934.jpg 500w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/festmarsch1934-300x170.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption>Festmarsch 1934 (v.l.n.r Heinrich Moormann, Heinrich Pille, Joh. M\u00fcnzebrock)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ruhige M\u00e4nner im Pr\u00e4sidium des Vereins, wie Josef Westermann, Heinrich Bavendiek, August Borgerding, August Koldehoff, Josef Bergmann, Bernhard Moormann, Josef gr. Schlarmann und Hermann Bavendiek verstanden es, den Verein zu hoher Bl\u00fcte zu verhelfen. Seit 1927 berichtet das Protokollbuch von den wichtigsten Ereignissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als im Jahre 1933 der Nationalsozialismus die Macht \u00fcbernahm, hatte das auch Auswirkungen f\u00fcr den Sch\u00fctzenverein. Es waren nicht nur \u00e4u\u00dferliche Ver\u00e4nderungen mit Hitler Gru\u00df, Hissen der Hakenkreuzfahne und der Reichssportflagge, die Einf\u00fchrung nationalsozialistischer Gliederungen, Zwangsverpflichtungen und verbindliche Schulungen, Parteimitgliedschaft. Die Gleichschaltung des gesamten \u00f6ffentlichen Lebens begann. Jeder einzelne hatte sich einzuordnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon im Mai 1933 wurde durch Verf\u00fcgung des Reichssportkommissars der Zusammenschluss aller Schie\u00dfsport treibenden Verb\u00e4nde zum Deutschen Schie\u00dfsportverband angeordnet. Noch im Juli 1933 wurde der Beitritt \/ die Eingliederung s\u00e4mtlicher Schie\u00dfsport treibenden Vereinigungen zum Deutschen Schie\u00dfsportverband verf\u00fcgt, die der Verein im Februar 1934 vollzog.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sch\u00fctzenverein Holdorf blieb durch seinen Beitritt zun\u00e4chst formal ein selbstst\u00e4ndiger Verein. Er war Mitglied des Deutschen Sch\u00fctzenbundes, der wiederum eine Fachgruppe des Deutschen Schie\u00dfsportverbandes war, und dieser bildete die Fachs\u00e4ule 9 im Deutschen Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen, der Dachorganisation des gesamten deutschen Sports. Die Gliederung der Verb\u00e4nde geschah nicht nach Landesgrenzen, sondern nach Gauen, die in Kreise und Unterkreise gegliedert waren. So geh\u00f6rte der Sch\u00fctzenverein Holdorf (nach Aufl\u00f6sung des Deutschen Sch\u00fctzenbundes) zum Unterkreis Vechta-Cloppenburg im Gau Nordsee (Weser-Ems, Hannover-Ost, Bremen) des Deutschen Sch\u00fctzenverbandes im Deutschen Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Generalversammlung vom 18. November 1934 befasste sich der Verein mit einer weiteren Verordnung vom August 1934. Der Mitgliederversammlung des Vereins wurden wichtige Mitspracherechte entzogen. Der zuk\u00fcnftige Vereinsf\u00fchrer war alleiniger Vertreter des Vereins und bestimmte seine Mitarbeiter. Er musste der NSAP angeh\u00f6ren oder zumindest &#8222;politisch zuverl\u00e4ssig&#8220; sein. Seine Wahl bedurfte der Zustimmung des Gausch\u00fctzenf\u00fchrers.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Protokoll der Sitzung hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Der Pr\u00e4sident verlas ein Schreiben des Reichssportbundes sowie des Deutschen Sch\u00fctzenbundes, wonach auch bei Sch\u00fctzenvereinen das F\u00fchrerprinzip durchzuf\u00fchren ist. Nach den vorliegenden Bestimmungen sind der F\u00fchrer des Vereins und sein Stellvertreter, sowie zwei Kassenpr\u00fcfer auf drei Jahre zu w\u00e4hlen. Der bisherige Pr\u00e4sident Josef gr. Schlarmann erkl\u00e4rte, dass er die Wahl des Vereinsf\u00fchrers nicht annehme. Es wurde daraufhin Heinrich V\u00f6lkerding als Vereinsf\u00fchrer vorgeschlagen. Die Abstimmung ergab, dass Heinr. V\u00f6lkerding einstimmig gew\u00e4hlt wurde. Als sein Stellvertreter wurde mit Stimmenmehrheit Heinrich Blomendahl gew\u00e4hlt. Sodann wurden als Schriftf\u00fchrer Hermann Liening und als Kassierer Heinr. Bavendiek einstimmig wiedergew\u00e4hlt.&#8220;<\/p><cite>Sitzungsprotokoll Generalversammlung 19.11.1934<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Trotz der Eingriffe des Staates in die Organisation des Sch\u00fctzenvereins und des Sch\u00fctzenwesens nahm der Ablauf der Arbeit im Verein seinen gewohnten Verlauf. Im Verein fand ein auffallend reges Vereinsleben statt. Die freundschaftlichen Beziehungen zu den Nachbarvereinen wurden ausgebaut, der &#8222;Viererbund&#8220; entstand. Gr\u00f6\u00dfere Bedeutung wurde nun dem Schie\u00dfsport beigemessen, der sich immer mehr zum &#8222;milit\u00e4rischen&#8220; Schie\u00dfen in vier Anschlagarten entwickelte. In der Mitgliedschaft wurde zwischen den &#8222;Aus\u00fcbenden&#8220; und den &#8222;sonstigen&#8220; Mitgliedern unterschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1937 gab es im Schie\u00dfsport nur noch eine &#8222;reichseinheitliche nationalsozialistische Dachorganisation&#8220;, den Deutschen Sch\u00fctzenverband. Die neue Einheitssatzung schr\u00e4nkte die Rechte der Mitgliederversammlung erheblich ein und sicherte nun den Einfluss der Partei auf die Ernennung und Best\u00e4tigung der Vereinsf\u00fchrer. Wollten die Sch\u00fctzen den Sch\u00fctzenverein aufrechterhalten, konnten sie nur der neuen Satzung zustimmen. Viele Mitglieder waren der Auffassung, diese Einschr\u00e4nkungen im Interesse des Vereins, des Schie\u00dfsports und ihres geliebten Sch\u00fctzenfestes hinnehmen zu m\u00fcssen und zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heinrich V\u00f6lkerding trat im Juni 1937 zur\u00fcck. Heinrich B\u00f6ckmann-Wiegel wurde von der Versammlung als Vereinsf\u00fchrer dem Gausch\u00fctzenf\u00fchrer zur Ernennung vorgeschlgen. Er berief Josef Sommer zum Schriftf\u00fchrer und die Kompanief\u00fchrer Bernard Liening, Bernard Echtermann und Eduard Beckermann in den Beirat. Die \u00fcbrigen \u00c4mter blieben wie bisher besetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Veranstaltungen des Vereins und seiner Sportgruppe mussten im Voraus geplant, gemeldet und genehmigt werden. Die Termine waren mit dem Ortsgruppenleiter der NSDAP abzustimmen. Ab Dezember 1938 wird durch Erlass des F\u00fchrers der Deutsche Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen zum Nationalsozialistischen Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen und damit eine von der NSDAP &#8222;betreute&#8220; Organisation. Alles, was fortan in den Vereinen geschah, stand unter der Beobachtung der \u00f6rtlichen Parteiorgane, musste mit ihnen abgesprochen und von ihnen genehmigt werden. Mit entsprechenden Druckmitteln konnte die Partei ihrerseits ihre Forderungen an die Vereine durchsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das letzte Sch\u00fctzenfest vor dem zweiten Weltkrieg wurde am 16. und 17. Juli 1939 gefeiert. Sch\u00fctzenbr\u00fcder und G\u00e4ste aus dem gesamten Kreis waren gekommen, um mit ihren Holdorfer Kameraden ein gro\u00dfes Fest zu feiern. Es war das Jubelsch\u00fctzenfest zum 50j\u00e4hrigen Bestehen des Vereins.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"406\" height=\"441\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939.jpg\" alt=\"\" data-id=\"99\" data-full-url=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939.jpg\" data-link=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/?attachment_id=99\" class=\"wp-image-99\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939.jpg 406w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939-276x300.jpg 276w\" sizes=\"auto, (max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/><\/a><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"406\" height=\"473\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939-2.jpg\" alt=\"\" data-id=\"100\" data-full-url=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939-2.jpg\" data-link=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/?attachment_id=100\" class=\"wp-image-100\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939-2.jpg 406w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1939-2-258x300.jpg 258w\" sizes=\"auto, (max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/><\/a><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p>Den \u00e4lteren Sch\u00fctzenbr\u00fcdern ist die nun folgende Kriegszeit sicherlich noch in Erinnerung. Wie schon im ersten Weltkrieg, so konnten auch nun keine Sch\u00fctzenfeste mehr gefeiert werden. Die letzte Versammlung des Vereins fand am 10. Juli 1940 bei Frilling statt. Eine neue Einheitssatzung musste eingef\u00fchrt werden. Den Mitgliedern wurden s\u00e4mtliche Mitspracherechte genommen. Auch im Sch\u00fctzenverein wird der totale F\u00fchrerstaat errichtet. Im Protokollbuch wird nur knapp vermerkt: &#8222;Die vom Gausch\u00fctzenf\u00fchrer zugesandte Satzung wird befehlsgem\u00e4\u00df angenommen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde beschlossen, alle notwendigen baulichen Ver\u00e4nderungen f\u00fcr die Dauer des Krieges zur\u00fcckzustellen. Der reine Schie\u00dfbetrieb lief auch w\u00e4hrend der Kriegszeit befehlsgem\u00e4\u00df weiter. Die &#8222;Ascha&#8220; -aktive Schie\u00dfabteilung- bestand entsprechend den Meldelisten aus 31 Sch\u00fctzen, von denen 9 zum Milit\u00e4r eingezogen waren. 1944 wurde auch dieser Schie\u00dfbetrieb eingestellt. Der Platz wurde an den RAD verpachtet.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Nachkriegszeit bis zum Jubeljahr 1961<\/h2>\n\n\n\n<p>Der furchtbare Zusammenbruch 1945 schien f\u00fcr alle Zeiten das Ende des Sch\u00fctzenwesens zu bedeuten. Wegen der Mitgliedschaft im NS-Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen wurden alle Sch\u00fctzenvereine aufgel\u00f6st und ihr Verm\u00f6gen unter Treuhandverwaltung gestellt. Die Gewehre mussten abgeliefert werden. Die Insignien des Vereins, die K\u00f6nigskette, das Diadem und die Vereinsfahne konnten von beherzten Sch\u00fctzenbr\u00fcdern durch die Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit gerettet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1948 \u00e4nderte die Milit\u00e4rregierung ihre Ansicht \u00fcber die Sch\u00fctzenvereine und erlaubte auf Vermittlung des Vorsitzenden des Parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, die Neugr\u00fcndung von Vereinen und Verb\u00e4nden, aber zun\u00e4chst nur als &#8222;Sch\u00fctzenbruderschaft&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Heinrich Blomendahl und Josef Sommer nahmen die Gelegenheit wahr und luden in Absprache mit anderen Sch\u00fctzenbr\u00fcdern alle ehemaligen Mitglieder des Sch\u00fctzenvereins Holdorf f\u00fcr den 27. November 1949 zu einer Gr\u00fcndungsversammlung ein. 60 Personen waren anwesend, und 46 Sch\u00fctzenbr\u00fcder beschlossen die Neugr\u00fcndung des Vereins unter dem Namen &#8222;Sch\u00fctzenbruderschaft Holdorf&#8220;, stimmten der Satzung zu und trugen sich in das Bruderschaftsregister ein. Ihr gr\u00f6\u00dftes Anliegen war, den traditionsreichen Sch\u00fctzenverein Holdorf neu zu gr\u00fcnden und ihm sein altes Verm\u00f6gen zur\u00fcckzugewinnen. Bereits wenige Tage sp\u00e4ter wurde die Vereinsgr\u00fcndung der britischen Milit\u00e4rregierung angezeigt, die keine Einw\u00e4nde erhob.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorstand setzte sich im Wesentlichen aus den M\u00e4nnern zusammen, die schon im alten Verein F\u00fchrungsaufgaben innehatten: Pr\u00e4sident Josef gr. Schlarmann, Vizepr\u00e4sident Heinrich Blomendahl, Kassierer Heinrich Bavendiek, Schriftf\u00fchrer Josef Sommer und Sch\u00fctzenmeister Alwin B\u00f6ckmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich zu Beginn des neuen Jahres setzte eine aktive Mitgliederwerbung ein, die \u00e4u\u00dferst erfolgreich verlief. Innerhalb von vier Monaten stieg die Mitgliederzahl von 46 auf 215 an. Ein unglaublicher Erfolg, aber auch ein deutliches und sch\u00f6nes Zeichen, wie tief der Sch\u00fctzenverein Holdorf nach den bitteren Jahren des Krieges und der ersten Nachkriegszeit noch im Bewusstsein der Menschen verankert war.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Vorstand ging als erstes daran, dem Verein sein Verm\u00f6gen zur\u00fcckzugewinnen. In Verhandlungen mit der Milit\u00e4rregierung und dem Nieders\u00e4chsischem Landesamt f\u00fcr die Beaufsichtigung gesperrten Verm\u00f6gens gelang es am 7. Juli 1950 auf einer \u00f6ffentlichen Sitzung in Celle, das gesamte Vereinsverm\u00f6gen kostenfrei wieder zu erlangen. An dieser historisch bedeutsamen Fahrt nahmen vom Sch\u00fctzenverein Holdorf teil: Pr\u00e4sident Josef gr. Schlarmann, Kassierer Heinrich Bavendiek, Schriftf\u00fchrer Josef Sommer und Josef Harpenau.<\/p>\n\n\n\n<p>Angeregt von den Sch\u00fctzenfesten der alten Freunde aus Wehdel-Gr\u00f6nloh und Langwege und gegen den Widerstand des Vorstandes beschloss die Versammlung schlie\u00dflich, das Sch\u00fctzenfest 1950 am 16. und 17. Juli in althergebrachter Weise zu feiern. Da Feuerwaffen und Kugelb\u00fcchsen noch verboten waren, schoss man zun\u00e4chst mit dem Luftgewehr. Die Schie\u00dfst\u00e4nde und Gewehre wurden von den Freunden geliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Vorkriegsk\u00f6nig Bernhard Neteler war inzwischen verstorben. F\u00fcr ihn wurde B\u00fcrgermeister Hermann Grote einstimmig zum Reichsverweser gew\u00e4hlt und mit der Regentschaft bis zum ersten Sch\u00fctzenfest betraut. Auf diesem Fest wurde er durch den Fuhrunternehmer Josef Harpenau abgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses erste Sch\u00fctzenfest, auf das naturgem\u00e4\u00df das ganze Dorf gewartet hatte, nahm einen gl\u00e4nzenden Verlauf. Es zeigte sich, dass das Sch\u00fctzenfest nichts von seiner Volkst\u00fcmlichkeit eingeb\u00fc\u00dft hatte, sondern zu einem verbindenden Element im Gemeindeleben wurde. Galt es doch, die vielen Vertriebenen in die Gemeinschaft aufzunehmen. So fanden sich alle B\u00fcrger der Gemeinde ohne Unterschied von Rang und Stand, Politik und Religion zu diesem Fest der Dorfgemeinschaft zusammen. Dass so etwas in unserer Gemeinde m\u00f6glich wurde, ist dem Sch\u00fctzenverein zu verdanken, dessen Ziel es ja ist, die Dorfgemeinschaft zu pflegen. Allj\u00e4hrlich fand nun Mitte Juli das Sch\u00fctzenfest statt. Die einzelnen Kompanien erhielten starken Zuwuchs. Bereits 1954 wurde eine Jungendkompanie gebildet, deren F\u00fchrung Emil V\u00f6lkerding \u00fcbernahm. In dieser Kompanie wurden alle Jugendlichen aufgenommen, die aus der Schulpflicht entlassen waren und das 21. Lebensjahr noch nicht \u00fcberschritten hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch aus dem Ortsteil Handorf-Langenberg trat eine sehr starke Kompanie an. Beim Ausmarsch bewegte sich ein stattlicher Festzug durchs Dorf. Als aber 1959 in Handorf-Langenberg ein eigener Sch\u00fctzenverein gegr\u00fcndet wurde, trat die 4. Kompanie Handorf &#8211; Langenberg aus der Sch\u00fctzenbruderschaft Holdorf aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon lange war \u00fcberlegt worden, die Kompanieeinteilung des Regiments neu zu ordnen und die Zuordnung nach Wohnbereichen vorzunehmen. Gleichzeitig hatte sich 1961 im Ortsteil Holdorf-Bahnhof eine neue 4. Kompanie unter der F\u00fchrung von Hauptmann August Themann gebildet. Inzwischen hatte auch ein Wechsel im Vereinsvorstand stattgefunden. Alwin B\u00f6ckmann war bereits seit 1952 zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt worden, seit 1957 fungierte Alfred Wernke, zu der Zeit Gemeindedirektor, als Vizepr\u00e4sident. Walter Bavendiek hatte das Amt des Kassierers inne. Unter diesem Vorstand wurde ein Gesamtbauplan f\u00fcr die Sch\u00fctzenplatz-Anlage erstellt, der auch nach und nach verwirklicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"402\" height=\"276\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/vorstand1961.jpg\" alt=\"Der Vorstand von 1961\" class=\"wp-image-105\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/vorstand1961.jpg 402w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/vorstand1961-300x206.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><figcaption>Vorstand von 1961<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Generalversammlung des Vereins beschloss 1960 die Umbenennung der &#8222;Sch\u00fctzenbruderschaft Holdorf e. V.&#8220; in &#8222;Sch\u00fctzenverein Holdorf von 1861 e. V.&#8220;. So konnte man gut ger\u00fcstet das Jubelfest zum 100j\u00e4hrigen Bestehen im Jahre 1961 vorbereiten. S\u00e4mtliche Nachbarvereine wurden zu diesem Fest eingeladen, das am 15., 16. und 17. Juli 1961 stattfand. Unsere Heimatzeitung, die Oldenburgische Volkszeitung, berichtete am 20. Juli in gro\u00dfer Aufmachung. Wir zitieren auszugsweise:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Sch\u00fctzen-Jubeltage der Kameradschaft und Fr\u00f6hlichkeit<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Glanzvolle Hundertjahrfeier &#8211; Jubelk\u00f6nig Albert II. regiert<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Am Dienstagmorgen ging unter der Regierung von K\u00f6nig Albert II. das gl\u00e4nzendste Sch\u00fctzenfest zu Ende, das Sch\u00fctzen, Einwohner und G\u00e4ste je in Holdorf miterlebt haben. Rund 2000 Zuschauer s\u00e4umten am Sonntag die Festzugsstra\u00dfe, um dieses imposante Bild des Jubil\u00e4umsfestes zu sehen. Die Teilnahme von rund 800 Sch\u00fctzen, davon allein 500 Ausw\u00e4rtigen, mit 10 Fahnenabordnungen und 10 Majest\u00e4ten, die zum gr\u00f6\u00dften Teil in der Kutsche mitfuhren, gaben dem Zug eine besonders festliche Note.&#8220;<\/p><cite>Oldenburgische Volkszeitung 20.07.1961<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieses Jubelfest war somit glanzvoller H\u00f6hepunkt und damit ein w\u00fcrdiger Abschied der ersten 100 Jahre des Sch\u00fctzenvereins Holdorf.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von 1961 bis 1986<\/h2>\n\n\n\n<p>Schon bald nach dem Jubelfest erkrankte Pr\u00e4sident Alwin B\u00f6ckmann. Mit seinem Tod am 8. Januar 1964 verlor der Verein einen Sch\u00fctzenbruder, der sich in \u00fcber 20 Jahren hervorragende Verdienste um den Verein erworben hatte. Auf der folgenden Generalversammlung am 02. Februar 1964 wurde Gemeindedirektor Alfred Wernke mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. Dieses Amt \u00fcbte er \u00fcber viele Jahrzehnte in Vollendung aus.<\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Jahren konnte die stetige Aufw\u00e4rtsentwicklung des Sch\u00fctzenvereins fortgesetzt werden. Im Jubil\u00e4umsjahr 1961 hatte der Verein 298 Mitglieder. Im Laufe der n\u00e4chsten Jahre verdoppelte sich diese Zahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den steigenden Mitgliederzahlen wurden wieder einmal die r\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnisse auf dem Sch\u00fctzenplatz zu klein. Im Jahre 1968 wurden die beiden Hallen durch eine dritte verbunden, so dass insgesamt ein Hallenpotential von 1153 Quadratmetern zur Verf\u00fcgung stand. Die Schie\u00dfhalle wurde ebenfalls erweitert, indem ein fast 100 Quadratmeter gro\u00dfer Raum angebaut wurde, der auch als Luftgewehrstand diente.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den vielf\u00e4ltigen Aufgaben bei der Platzgestaltung f\u00f6rderte der Verein auch kameradschaftliche und freundschaftliche Beziehungen. So wurden 1974 erste Kontakte zur Sch\u00fctzenbruderschaft St. Sebastian in Olfen gekn\u00fcpft, die im Laufe der letzten Jahre durch Besuche und Gegenbesuche vertieft wurden. Zwischen den Sch\u00fctzenvereinen unserer Gemeinde, Holdorf, Fladderlohausen und Handorf-Langenberg, wird jedes Jahr Gemeindepokal ausgeschossen. Um auch die Jugend st\u00e4rker an den Schie\u00dfsport heranzuf\u00fchren, wurden nicht nur Preisschie\u00dfen durchgef\u00fchrt, sondern auch, zusammen mit der Jugend des Sch\u00fctzenvereins Fladderlohausen, ein Pokalwettkampf.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Jubelfest 1986<\/h2>\n\n\n\n<p>Schon fr\u00fch wurde mit den Vorbereitungen f\u00fcr das Jubelsch\u00fctzenfest begonnen und ohne Zeitdruck beendet. Alles war rechtzeitig fertig: Die neue Vereinsfahne war eingetroffen, die Festschrift erschienen, 17 geladene Gastvereine hatten zugesagt, die Musik war bestellt, Sch\u00fctzenplatz und Festhallen waren vortrefflich herausgeputzt worden. Viele Sch\u00fctzenbr\u00fcder hatten in freiwilligen und ehrenamtlichen Arbeitseins\u00e4tzen ihr Bestes gegeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"867\" height=\"558\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1986.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-108\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1986.jpg 867w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1986-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1986-768x494.jpg 768w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/jubelfest1986-508x327.jpg 508w\" sizes=\"auto, (max-width: 867px) 100vw, 867px\" \/><figcaption>Jubelfest 1986 mit K\u00f6nig Kurt I.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Entsprechend gro\u00dfartig verlief das Fest: Das Wetter passte, die Gastvereine waren mit vielen Sch\u00fctzen erschienen. Die sechs Musikkapellen und der Reiterfanfarenzug Visbek spielten nicht nur z\u00fcnftig auf, sondern brachten auch viel Farbe in den Festumzug<\/p>\n\n\n\n<p>Hier auf dem Sch\u00fctzenfestsamstag gr\u00fcndeten elf Frauen in fr\u00f6hlicher Weinlaune die Damenschie\u00dfgruppe. Die &#8222;Gr\u00fcndungsurkunde&#8220; ist ein Ausriss aus einer Papiertischdecke, auf der sich die elf Damen verewigt hatten.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Entwicklung des Vereins ab 1986<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit Beginn der 80er Jahre wurde immer deutlicher, dass die Schie\u00dfhalle nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df war. Es fehlte vor allem eine Zentralheizung, aber auch die sanit\u00e4ren Anlagen entsprachen nicht mehr den Anforderungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4sident Alfred Wernke entwickelte mit Architekt Bernhard Sieve ein Konzept, die Schie\u00dfhalle zu modernisieren. Als sich beim Nachschie\u00dfen 1987 auf dem KK-Stand um Haaresbreite ein Schie\u00dfunfall ereignete, wurde den Verantwortlichen bewusst, dass auch hier keine ausreichende Sicherheit gegeben war.<\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Vorstandssitzungen wurden die Weichen f\u00fcr einen kompletten Neubau der Schie\u00dfhalle mit modernen Schie\u00dfst\u00e4nden gestellt. Ein Bauausschuss erarbeitete zusammen mit dem Vorstand und dem Architekten, Sch\u00fctzenbruder Helmut V\u00f6lkerding, ein schl\u00fcssiges Konzept.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Finanzierung des Bauvorhabens lag bei unserem Schatzmeister Walter Bavendiek in guten H\u00e4nden. Die Gemeinde Holdorf unterst\u00fctzte die Errichtung einer modernen Schie\u00dfsportanlage mit einem ansehnlichen Zuschuss. In einer Mitgliederbefragung baten die Kompanief\u00fchrungen jeden Sch\u00fctzenbruder um Arbeitsleistung, eine Spende und den Kauf von Bausteinen. Der Erfolg war so \u00fcberw\u00e4ltigend, dass die Generalversammlung am 31. Jan. 1988 gr\u00fcnes Licht erteilen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon Ende 1987 lie\u00dfen sich 9 Vereinsmitglieder in Oldenburg zu amtlich beglaubigten Schie\u00dfwarten ausbilden. Der Vorstand ging &#8211; ja auch mit Recht &#8211; davon aus, dass mit dem Bau der neuen Anlage der Schie\u00dfsport in Holdorf starken Aufschwung nehmen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die einj\u00e4hrige Bauphase von Juli 88 bis Juli 89 musste nur kurz unterbrochen werden, da im Rahmen der 800-Jahrfeier der Gemeinde Holdorf auf unserer Anlage die erste Holdorfer Gewerbeschau stattfand. Wieder einmal zeigte sich, wie wertvoll unser Platz wegen seiner zentralen Lage f\u00fcr die Allgemeinheit ist. Dennoch gingen die Arbeiten z\u00fcgig voran; die freiwillige Mithilfe unserer Sch\u00fctzenbr\u00fcder, ob alt oder jung, war gro\u00dfartig.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 7. Juli 1989 wurde in einer Feierstunde die neugestaltete Anlage eingeweiht und der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Viele G\u00e4ste und Besucher begl\u00fcckw\u00fcnschten uns, voll der Bewunderung und Anerkennung f\u00fcr die geleistete Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"484\" height=\"311\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/feierstunde1989.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-110\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/feierstunde1989.jpg 484w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/feierstunde1989-300x193.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><figcaption>Einweihung der Schie\u00dfhalle am 07.07.1989<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In den Jahren 1982 bis 1988 traten viele \u00e4ltere verdiente Mitglieder von ihren Posten zur\u00fcck. Junge Sch\u00fctzenbr\u00fcder traten an ihre Stelle. Gerade ihnen verdankt der Verein neue Impulse. Anfang der 90er war der Umbruch vollzogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen besonderen Einschnitt stellten die R\u00fccktritte unseres Pr\u00e4sidenten Alfred Wernke im Jahr 1993 und des Schatzmeisters Walter Bavendiek 1996 dar: ein erfolgreiches Gespann, das \u00fcber Jahrzehnte den Verein gef\u00fchrt hatte, beginnend mit den Neuanf\u00e4ngen nach dem Krieg. Pr\u00e4sident Heinrich Baumann w\u00fcrdigte die gro\u00dfen Verdienste, lobte ihren Einsatz und ihre Treue, ihre stete Kameradschaft und ihren Weitblick und zeichnete sie mit dem Gro\u00dfherzog &#8211; Orden aus.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"504\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/bavendiek.jpg\" alt=\"\" data-id=\"111\" data-full-url=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/bavendiek.jpg\" data-link=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/?attachment_id=111\" class=\"wp-image-111\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/bavendiek.jpg 285w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/bavendiek-170x300.jpg 170w\" sizes=\"auto, (max-width: 285px) 100vw, 285px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"380\" height=\"502\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/veteran.jpg\" alt=\"\" data-id=\"112\" data-full-url=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/veteran.jpg\" data-link=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/?attachment_id=112\" class=\"wp-image-112\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/veteran.jpg 380w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/veteran-227x300.jpg 227w\" sizes=\"auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Verleihung des Gro\u00dfherzog Ordens an Alfred Wernke und Walter Bavendiek<\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Die Regimentsf\u00fchrung lag nun nach der Zeit &#8222;der alten K\u00e4mpen&#8220; Heinrich V\u00f6lkerding, Franz B\u00f6ckmann, Heinrich Kampers und Aloys Echtermann seit 1992 in j\u00fcngeren H\u00e4nden. Rolf Werner, seit 1987 Stellvertreter, war seit 1992 Regimentskommandeur. Mit Sigrid Dinkgrefe wurde 2002 die erste Frau in den Vorstand gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den Sch\u00fctzenbr\u00fcdern Manfred Kl\u00f6pper und Uwe Landwehr wurde 1996 in den neuen Baugebieten die &#8222;5. Kompanie B\u00e4keesch&#8220; gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Kommunikation zwischen dem Vorstand und den Sch\u00fctzenbr\u00fcdern und &#8211; schwestern zu f\u00f6rdern und den Verein und seine Arbeit sowohl in als auch au\u00dferhalb der Gemeinde bekannt zu machen, richtete Sch\u00fctzenbruder Nicolas Vogt 2004 eine stark besuchte Internet &#8211; Seite ein. Alle Sch\u00fctzenbr\u00fcder sind zur Mitgestaltung herzlich eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst des Jahres 2004 konnte unser Sch\u00fctzenverein den gr\u00f6\u00dften sportlichen Erfolg seiner Geschichte verzeichnen. Mit Josef Th\u00f6le, Alfons gr. Kamphake und Gerd Middendorf stellte unser Verein die Deutschen Meister der Seniorenklasse A in der Disziplin Luftgewehr Auflage. Josef Th\u00f6le wurde zudem Deutscher Vizemeister in der Einzelwertung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2005 stellte sich Pr\u00e4sident Heinrich Baumann nicht zur Wiederwahl. Da mit ihm noch weitere drei Mitglieder aus dem Vorstand ausschieden, war der Weg frei, einen Umbruch zu starten. So wurde auf der Generalversammlung am 28. Februar 2005 ein deutlich verj\u00fcngter Vorstand gew\u00e4hlt. Neuer Pr\u00e4sident wurde Richard Zumloh. Durch die Unterst\u00fctzung &#8222;alter&#8220;, erfahrener Vorstandsmitglieder war der Weg frei, um die Zeichen auf &#8222;Zukunft&#8220; zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 16. Oktober 2005 bescherte unser Sch\u00fctzenbruder Werner Sporkmann den gr\u00f6\u00dften sportlichen Erfolg eines Einzelsch\u00fctzen auf nationaler Ebene. Mit unglaublichen 300 Ringen errang er die Deutsche Meisterschaft in der Disziplin Luftgewehr-Auflage bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Dortmund. Dieses famose Ergebnis wurde durch einen vierten Platz von Gerd Middendorf noch abgerundet. Auch er hatte 300 Ringe erzielt. Die Feierlichkeiten in Holdorf dauerten bis tief in die Nacht an. Einige Monate sp\u00e4ter stellte Werner Sporkmann dann bei den Kreismeisterschaften mit 300 Ringen in der gleichen Disziplin seine bestechende Form unter Beweis und zeigte wieder einmal, dass alle Titelanw\u00e4rter in der Seniorenklasse grunds\u00e4tzlich aus Holdorf kommen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"455\" height=\"341\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sporkmann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-113\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sporkmann.jpg 455w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/sporkmann-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 455px) 100vw, 455px\" \/><figcaption>Werner Sporkmann &#8211; Deutscher Meister 2005 in der Disziplin LG-Auflage<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wegen des desolaten Bauzustands der alten Festhallen wurde 2006 das Sch\u00fctzenfest zum ersten Mal in einem Gro\u00dfzelt gefeiert. Die Erfahrungen waren gut, das Feiern angenehm, denn der Besuch war gro\u00dfartig und die Stimmung im Festzelt pr\u00e4chtig. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins waren die M\u00e4dchen zum Schie\u00dfen um den Kinderk\u00f6nig zugelassen. Sie legten sich sofort m\u00e4chtig ins Zeug und stellten mit Lara Dinkgrefe die erste K\u00f6nigin.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich nach dem Fest begannen die Bauarbeiten am Kleinkaliberstand. Diese Arbeiten waren aufgrund der notwendigen Schie\u00dfstandabnahme und der \u00c4nderungen im Waffengesetz notwendig geworden. Schie\u00dfwart Rolf Kettelmann konnte sich auf seine Helfer verlassen. Die beh\u00f6rdliche Abnahme erfolgte ohne Beanstandung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mai 2007 begann der endg\u00fcltige Abriss der Festhallen. Alle Geb\u00e4udeteile einschlie\u00dflich der Umkleide und der K\u00fcche fielen den Abr\u00e4umbaggern zum Opfer. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck verschwand das zuletzt 1300 m\u00b2 gro\u00dfe Geb\u00e4ude. Ein St\u00fcck alter Sch\u00fctzenplatzgeschichte ging zu Ende. \u00dcber 100 Jahre hatte an dieser Stelle das Tanzzelt gestanden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"428\" height=\"321\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/abriss.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-115\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/abriss.jpg 428w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/abriss-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 428px) 100vw, 428px\" \/><figcaption>Abriss der Sch\u00fctzenhalle<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig wurde heftig um das F\u00fcr und Wider zum Bau eines Dorfgemeinschaftshauses gestritten, bis der Vorstand in 2008 eine endg\u00fcltige Entscheidung herbeif\u00fchrte. Aufgrund der entwickelten Vorstellungen von einem Gemeinschaftshaus bei Ber\u00fccksichtigung aller Bauauflagen war der Kostenrahmen auf 680 000 \u20ac angestiegen, eine Summe, die vom Sch\u00fctzenverein unter Ber\u00fccksichtigung der zugesagten Zusch\u00fcsse, der geplanten Kreditaufnahme und der zugesagten Spenden und Arbeitsleistungen nicht getragen und finanziert werden konnte. Im Februar 2009 wurde das Projekt aufgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Mitgliederversammlung 2008 stellten die Sch\u00fctzen ihrem wiedergew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten Richard Zumloh eine fast durchweg neue Vorstandsriege zur Seite:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Richard Zumloh (Pr\u00e4sident), Nicolas Vogt (stellv. Pr\u00e4sident), Robert Hemmelgarn (Schatzmeister), Frank Schlarmann (stellv. Schatzmeister), Sigrid Dinkgrefe (Schriftf\u00fchrerin), Jan-Dierk Brand (stellv. Schriftf\u00fchrer), Andreas Prues (Platzkommandant), Bernd Klostermann (stellv. Platzkommandant), Rolf Kettelmann (Schie\u00dfwart), Michael Th\u00f6le (stellv. Schie\u00dfwart), Uwe Landwehr (Regimentskommandeur), Stefan Trimpe (stellv. Regimentskommandeur), Inge Horstmann (Frauenbeauftragte), Paul Lindemann (Jugendbeauftragter), Willi Helms (Knobelwart), Christian v. Lehmden (Musikmeister), Gerd Middendorf (Jugendschie\u00dfwart), Heinz Heiker und Werner Westermann (Ehrenmitglieder).<\/p><cite>Vorstandsmitglieder 2008<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das gesamte Jahr 2009 stand ganz im Zeichen der umfangreichen Sanierung der Schie\u00dfhalle. Das Dach der der Schie\u00dfhalle wurde erneuert, die Au\u00dfenfassaden neu gestrichen, und ein neuer Thron f\u00fcr die K\u00f6nige des Vereins wurde errichtet. Ermutigt von der positiven Kritik vieler Festbesucher wurden die Arbeiten an der Halle bis in den Herbst hinein fortgesetzt. Im folgenden Jahr begann die Neugestaltung des Sch\u00fctzenplatzes. Das alte Pflaster wurde aufgenommen und auf Paletten gestapelt. Danach wurde der H\u00f6henausgleich zwischen den beiden Platzebenen vorgenommen und die alte Begrenzungsmauer abgerissen. Nach fachgerechter Beratung durch einen F\u00f6rster wurden die kranken B\u00e4ume entfernt und das Wurzelwerk gerodet, so dass sp\u00e4tere Neuanpflanzungen m\u00f6glich sind. Begrenzungsmauern wurden errichtet, Bordsteine gesetzt, das Pflaster verlegt, Ableitungs- und Versorgungsleitungen f\u00fcr Wasser und Elektrizit\u00e4t wurden nicht vergessen. Alles in allem: Ein schl\u00fcssiges und ansprechendes Gesamtkonzept wurde verwirklicht. Den wenigen eifrigen Helfern und den beiden Platzkommandanten m\u00fcssen wir f\u00fcr ihre tolle Leistung h\u00f6chste Anerkennung zollen.Die Neugestaltung des Platzes wurde dann im Fr\u00fchjahr 2011 mit der Einz\u00e4unung des gesamten Sch\u00fctzenplatzgel\u00e4ndes und der Erneuerung der Eingangstore fortgesetzt. Auch einige Neuanpflanzungen wurden get\u00e4tigt.- Jetzt ist der Sch\u00fctzenplatz wieder das, was er immer war: eine gr\u00fcne Oase im Herzen der Gemeinde.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ehrungen verdienter Mitglieder<\/h2>\n\n\n\n<p>Unserem Expr\u00e4sidenten Heinrich Baumann, Tr\u00e4ger des Alfred-Wernke-Ged\u00e4chtnispreises 2005, wurde 2005 vom Pr\u00e4sidenten des Deutschen Sch\u00fctzenbundes wegen besonderer Verdienste um das deutsche Sch\u00fctzenwesen das Protektor-Abzeichen in Silber verliehen. Der Pr\u00e4sident des Sch\u00fctzenkreises Vechta, Walter Thie, zeichnete ihn nun auf dem Sch\u00fctzenfest 2010 f\u00fcr seine langj\u00e4hrige ehrenamtliche T\u00e4tigkeit in der F\u00fchrungsspitze unseres Vereins mit der Goldenen Ehrennadel des Oldenburger Sch\u00fctzenbundes aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"481\" height=\"305\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/baumann1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"116\" data-full-url=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/baumann1.jpg\" data-link=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/?attachment_id=116\" class=\"wp-image-116\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/baumann1.jpg 481w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/baumann1-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"481\" height=\"277\" src=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/baumann2.png\" alt=\"\" data-id=\"117\" data-full-url=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/baumann2.png\" data-link=\"http:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/?attachment_id=117\" class=\"wp-image-117\" srcset=\"https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/baumann2.png 481w, https:\/\/www.schuetzenverein-holdorf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/baumann2-300x173.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Ehrung verdienter Mitglieder<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gerhard Middendorf schied nach 20 Jahren als Jugendschie\u00dfwart auf eigenem Wunsch aus dem Vorstand aus. In einer sehr emotionalen Laudatio lobte der Vizepr\u00e4sident Nicolas Vogt die Verdienste und Erfolge des Sch\u00fctzenbruders und \u00fcberreichte ihm im Namen des Protektors des Deutschen Sch\u00fctzenbundes Andreas Prinz von Sachsen &#8211; Coburg und Gotha und im Namen des Pr\u00e4sidenten des Deutschen Sch\u00fctzenbundes Josef Ambacher zusammen mit Pr\u00e4sident Richard Zumloh das Protektorabzeichen in Silber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcnderzeit Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden im Zusammenhang mit der deutschen Freiheitsbewegung auch in unserer Heimat zahlreiche Sch\u00fctzenvereine, in denen das traditionelle Sch\u00fctzenwesen vergangener Jahrhunderte neu belebt wurde. Als dann 1827 durch Verf\u00fcgung des Gro\u00dfherzogs von Oldenburg Holdorf ein selbstst\u00e4ndiges Kirchspiel wurde, hatte der Gedanke des Sch\u00fctzenwesens auch in Holdorf Fu\u00df gefasst. 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