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Anekdoten In nun fast 150 Jahren Vereinsgeschichte ergeben sich natürlich auch eine ganze Menge lustige Begebenheiten. Natürlich werden diese sehr selten dokumentiert, aber dennoch sind einige in Erinnerung geblieben.
Die verunglückte Gießaktion Auf dem Schützenplatz wurden während der letzten Jahrzehnte häufig Bäume angepflanzt. So auch in den 30er Jahren. Im Laufe des folgenden Sommers trat eine große Hitzeperiode ein, so dass die jungen Pflanzen zu vertrocknen drohten. Die Schützen organisierten eine Gießaktion. Willi Moormann stellte Gespann und Jauchefaß zur Verfügung, womit Wasser zum Schützenplatz transportiert wurde. Ein Schützenbruder setzte sich aufs Jauchefass und ließ nach und nach Eimer mit Wasser vollaufen, die dann von weiteren Schützenbrüdern zum Begießen der durstigen Pflanzen verwendet wurden. Es war ein unglaublich heißer Tag. Urplötzlich zog ein Gewitter auf. Ein heftiger Donnerknall erschreckte die Pferde so heftig, dass sie in panischer Angst davonstürmten. Weil das Fass schon fast leer war, plumpste es beim Antritt der Pferde vom Wagen und der wackere Schütze natürlich mit. Nachdem er den ersten Schrecken überwunden hatte - zum Glück blieb er unverletzt - rappelte er sich auf mit den Worten: "Donnerschlag, wör dat'n Schlag!"
Die Post im Walde Ein paar Jahre später hatte der Verein zum Schützenfest die Fliegerhorstkapelle Quakenbrück verpflichtet. Wie es so üblich ist, spielte die Kapelle nach dem Ausmarsch zum Konzert in der Festhalle auf. Nach einigen Stücken spielte man "Die Post im Walde". Der Trompeter, ein pfiffiger junger Bursche, hatte dazu eine tolle Idee. Er verließ die seitlich offene Schützenhalle und begab sich in die angrenzende Buchenschonung, deren Bäume damals so gerade 3 m hoch waren. Von hier aus blies er seine Trompeten-Soli. Die Zuhörer waren so begeistert von diesem gekonnt dargebotenen Kunstwerk, dass erst einige Sekunden nach Liedschluss ein wahrer Begeisterungssturm losbrach. Der damalige Holdorfer Pfarrer, Pastor Freese, ein großer Anhänger der Blasmusik, gab spontan eine Runde für die Kapelle aus, mit der Bitte, noch einmal die "Post im Walde" zu spielen. Unter dem großen Jubel der Festbesucher geschah dies auch.
Knüppelgarde Im Jahre 1955 wurde die Jugendkompanie aufgestellt. Hauptmann Heinrich Völkerding hatte so seine Last, bis der Haufen mal vernünftig angetreten war. So auch beim Ausmarsch am Schützenfestsonntag. General Heinrich Völkerding beobachtete das Durcheinander eine Zeitlang. Seine Kritik kam prompt: "Ihr seit ja die reinste Knüppelgarde." Somit war der Name "Knüppelgarde" geboren. Auf dem Schützenfest 1958 schritt König Heinrich Goosmann die Front ab. Er inspizierte auch die Knüppelgarde. Im ersten Glied stand ein Jungschütze mit Nietenhose bekleidet, die damals gerade "in" war. König Heinrich musterte den jungen Mann und bemerkte:"Na, neue Uniform?"
Begegnung mit englischen Soldaten
Im Jubeljahr 1961 hatte man mit einer starken Abordnung am Jubelfest in Lohne teilgenommen. Auf dem Heimweg kehrte man noch bei Frilling ein, wo sich bereits ein paar englische Soldaten - auch in Uniform - aufhielten. Nach einigen Bierchen kam man ins Gespräch. Die Engländer bezweifeln, dass General Heinrich Völkerding noch einen richtigen Gewehrgriff "kloppen" kann. "Onkel Hein", wie er allgemein hieß, schnappte sich das nächste Holzgewehr und legte einen Gewehrgriff vor, dass den "Tommies" nur das große Staunen blieb. Sie gaben daraufhin kräftig einen aus. General Hein musste den Gewehrgriff noch ein paar mal wiederholen. Dabei durfte er sogar die Mütze des englischen Obersten tragen.
Die Seuche Um etwa die gleiche Zeit herrschte in den Schweinebeständen der heimischen Bauern sehr stark die Maul- und Klauenseuche. Als Hauptmann August Themann am Schützenfestmontag seine Kompanie (Bahnhof) antreten läßt, wundert er sich über den geschrumpften Haufen. Er lässt abzählen :" Eins, zwei, drei,....., dreizehn, vierzehn, durch!" Der Hauptmann fragt: "Wo sind denn die anderen?" Stimme aus dem Glied: "Die haben die Seuche!"
Holdorfer Durst verursacht Stromausfall Schützenfestsamstag 1982. Die Festhallen sind gerammelt voll und die Stimmung erreicht gegen Mitternacht den Höhepunkt. Mit einem Schlag ist es in der Halle stockduster. Der erste Schreck legt sich, einige Notbeleuchtungen brennen. Elekrtomeister Krimpenfort, der Festwirt und der Platzkommandant suchen verzweifelt nach der Ursache. "Strom-Karl-Heinz" klettert sogar unter die Hallendächer, um den Schaden zu orten, aber nichts ist zu finden. Da es doch schon sehr spät ist, auch die Festbesucher sind gegangen, machen sich die gestressten Pannenforscher auf den Heimweg. Am Sonntagmorgen wird das Rätsel auf wundersame Weise gelöst. Der Holdorfer Durst war Schuld am Stromausfall und damit der abrupten Finsternis. Hinter der Theke hatten die Kellner derartigte Stapel an leeren Bierkästen aufgetürmt, dass diese sich zur Seite neigten und dabei einen der drei Hauptschalter für die Hallenbeleuchtung betätigten. Es ist aber nur ein Gerücht, dass seit diesem Vorfall die drei Hauptbeteiligten nur noch Bier vom Fass trinken.
Der rasante Kutschentransport Die Schützenfestvorbereitungen sind in vollem Gange! Der Hofstaat von König Heinrich Baumann schmückt bereits zwei Galakutschen. Da fällt dem Adjudanten Jüppi ein, dass noch die dritte Kutsche bei Helms am Osterort steht. "Die können wir wohl mit dem Bulli holen", meint Jüppi und fährt mit Jumbo und Rolli los. Bei Helms geht es ruckzuck. Kutsche raus aus der Remise, Beifahrer springen auf die Ladefläche und schnappen sich die Deichsel. Jüppi fährt los, ruft noch einmal nach hinten: "Geht's?" und gibt Gas, ohne eine Antwort abzuwarten. Mit 50 Sachen geht es durch den Esch, Richtung Bahnhof. Bei Kreinest angekommen, fallen Jumbo und Rolli erschöpft und schweißgebadet vom Bulli. Jüppi meint: "Ging doch ganz gut, nich?" Entgegnet Rolli gelassen: "Ja Jüppi, das hast Du gut gemacht. Wir haben so lange Arme, dass wir uns die Schuhe im Stehen putzen können!"
Die sparsamen Ölberger Hackmanns "Zipp" versucht schon im Jahr 1982 die Königswürde zu erringen. Er begibt sich zum Königsstand und absolviert drei Schuß, nur 15 Ringe. General Heinrich Kampers hat dies beobachtet und flachst: "Mehr kannst Du nicht schießen?" Entgegnet Zipp: "Ich halt's mit den Ölbergern; immer sparsam mit den Ringen!"
Von wegen "Water" Am Schützenfestmontag hat sich gerade der Schützenzug in Richtung Festplatz in Bewegung gesetzt. Hausfeld's Fitten sitzt auf seiner Mofa bei Hössen vorm Haus. Skeptisch beobachtet er den wolkenverhangenen Himmel. Mit verschmitztem Grinsen ruft er den Schützen zu: "Glik gifft Water." Empört schallt es aus der 2.Kompanie zurück: "Wi willt oawer Beer."
Die globale Erwärmung Im Jahr eins nach seiner "Machtübernahme" befahl Regimentskommandeur Rolf Werner gleich bei hohen Temperaturen die sogenannte Marscherleichterung. Zum ersten Mal durften alle Schützenn beim Festumzug ihren grünen Rock in den Kompanielokalen lassen. Nachdem der Ausmarsch durchgeführt war, trafen sich der "alte" General Heinrich Kampers, das ehemalige Vorstandsmitglied Norbert Stärk und der neue Regimentskommandeur Rolf Werner an einer Bierbude. Norbert Stärk sagte zu unserem alten General in Bezug auf die neue Kleiderordnung:" Das hat es zu Deiner Zeit aber nicht gegeben!" Daraufhin Heinrich Kampers:" Bei mir war es auch nicht so warm....."! Waren dies die ersten Anzeichen der globalen Erwärmung?
Amerikanischer Präsident auf dem Holdorfer Schützenfest Im Jahre 1995 begrüßte unser damaliger Präsident Heinrich Baumann den amerikanischen Präsidenten beim Schützenfest. Mr. Glenn Sievers, Präsident des Amerikanischen Schleswig-Holsteinerischen Bauernverbandes war zu Gast in Holdorf. Allerdings stellte er unseren Präsidenten vor ungeahnte Herausforderungen. Mr.Sievers sprach nämlich kein Wort Hochdeutsch, sondern nur Platt. Deswegen musste unser Heinz die Regimentsansprache kurzer hand auf "Platt" machen.
25 Kisten Bier für eine Pinnwand Am 11.03.2005 beschlossen unsere Schützenbrüder Willi Helms, Rolf Kettelmann und Wolfgang Baumann eine neue Pinnwand zu bauen. Voller Tatendrang begannen sie mit der Arbeit. Sie klebten Kork auf und als sie fertig waren, stellten sie fest, dass sie eigentlich etwas Druck auf die Platte bringen mussten. Also wurden kurzerhand zwei Schießmatten zur Polsterung herangeschafft, zwei Tische umgekehrt daraufgestellt und mit 25 Kisten (!) Bier beschwert. Nur ein Gerücht ist allerdings, dass alle schweißgebadet waren, da sie sehr schnell sein mussten. Sonst wäre der Kleber zu schnell getrocknet und hätte kein so prächtiges Ergebnis erzielt.
Das Gebet für den Präsidenten Im Februar 2005 war der Vorstand des Schützenvereins auf der Suche nach einem Präsidenten, da nach langer Amtszeit der bisherige Präsident Heinrich Baumann nicht wieder zur Wahl stand. Ein geeigneter Kandidat war gefunden, allerdings hatte er noch keine definitive Zusage gegeben. So begab sich Vize-Präsident Bernard Echtermann am Sonntag, dem Tag der Wahl, zur Kirche. In seine Gebete schloss er den Wunsch nach der Zusage ein. Als Bernard Echtermann von der Kirche nach Hause kam, teilte ihm seine Frau Bettina mit, dass Richard Zumloh seine Zusage für eine Kandidatur gegeben hätte.
Attentat auf unseren Präsidenten Auf der ersten Mitgliederversammlung nach seiner Wahl im Februar, wurde auf unseren Präsidenten Richard Zumloh ein Attentat verübt! Am Ende der Versammlung verspürte unser Präsident einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf! Bei einer sofortigen Gegenüberstellung wurde Willi Helms als Attentäter überführt. Als Anschlagswaffe konnte ein als Bierkiste getarnter Schlaggegenstände sichergestellt werden. Dieser wurde natürlich umgehend "vernichtet".
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