Die Geschichte unseres Vereins

Die Gründungszeit

Zweifellos wird der Gedanke des Schützenwesens, der nach 1800 zahlreiche Schützenvereine in dieser Gegendentstehen ließ, auch in Holdorf Fuß gefasst haben. So soll, mündlichen Überlieferungen zufolge, schon vor 1850 in Holdorf auf den Vogel geschossen worden sein. Der Schützenverein Holdorf beruft sich aber auf gesicherte Quellen, um das Gründungsjahr 1861 festzulegen.

Dokumentarisch lässt sich diese Gründung leider nicht mehr nachweisen. Ob über die Gründung des Vereins überhaupt Niederschriften geführt worden sind, ist fraglich. Die ältesten schriftlichen Unterlagen stammen aus dem Jahre 1889, die die Erteilung der Rechte einer juristischen Person an den Schützenverein beinhalten. Es ist aber mit Sicherheit anzunehmen, dass der Schützenverein schon lange vorher bestanden hat. Aus gesicherter Überlieferung wissen wir, dass im Jahre 1911 aus Anlass des 50-jährigen Bestehens  gefeiert wurde, bei dem Seine Königliche Hoheit Großherzog Friedrich August zum König erhoben wurde. Anlässlich der Erstellung einer Festschrift zur Hundertjahrfeier im Jahre 1961 berichtete der damals älteste Schützenbruder, Bauer Josef Metten-Tepe, geboren im Jahr 1866, dass schon in seiner frühesten Kindheit in Holdorf Schützenfeste gefeiert wurden. Besonders gut erinnerte er sich auch noch an das schon erwähnte Jubelfest im Jahre 1911, auf dem H.Pille die Festrede hielt. Im Jahr darauf, also 1912, errang Josef Metten-Tepe die Königswürde.

Die Namen der Vereinsgründer sind leider nicht bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass der damalige Gemeindevorsteher August Middendorf eine führende Rolle, sowohl bei der Gründung, als auch später gespielt hat. Ihm verdankt der Verein das Gelände, wo auch heute der Schützenplatz ist.

Von besonderer Bedeutung für unseren Verein ist das Jahr 1889, aus dem die ersten dokumentarischen Unterlagen stammen. Auf eine entsprechende Eingabe des damaligen Vizepräsidenten Heinrich Wernke an den Großherzog von Oldenburg erging mit Datum vom 16.Februar 1889 durch Amtshauptmann Ramsauer, Vechta, folgende Antwort:

"Auf Ihre Eingabe vom 19. Januar 1889 betreffend Erteilung der Rechte einer juristischen Person wird zurückgefügt, dass Seine Königliche Hoheit, der Großherzog geruht haben, dem Schützenverein zu Holdorf auf Grund der §§ 1, 9, Abs. 1 und 10 der vorgelegten Statuten die Rechte einer juristischen Person zu verleihen."

Die älteste Urkunde des Schützenvereins Holdorf

Es folgen Erläuterungen zu den Statuten, über Mitgliedschaft, Generalversammlung, usw. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die herrliche Schützenkette angeschafft, die bis heute von 82 Königen getragen worden ist und alle Unbilden - ein Jahrhundert lang- überstanden hat.

Mit Herrmann Bergmann und Heinrich Wernke standen zwei Männer an der Spitze des Vereins, die Grundlagen für eine stetige Aufwärtsentwicklung schufen. In dieser Zeit wurden nicht nur großartige Schützenfeste gefeiert, sondern auch die Schützenplatzanlage ständig erweitert und verschönert.

Heinrich Wernke

Um auch die Jugend an das Brauchtum des Schützenfestes heranzuführen, wurde ein Kinderschützenfest gleichzeitig mitgefeiert. Auch das Schießwesen wurde allgemein verbessert. Während zu Anfang noch auf den Adler geschossen wurde, benutzte man auf dem Scheibenstand die "Wehrmann"-Büchsen mit Großkaliber-Geschossen. 1898 schenkte Seine Königliche Hoheit, Nikolaus Friedrich Peter, im selben Jahr zum König erhoben, dem Verein ein modernes Gewehr.

Aber noch immer fehlte die Vereinsfahne. Als 1910 Seine Königliche Hoheit Friedrich August zum König proklamiert wurde, geschah das mit dem Hintergedanken, der Großherzog möge dem Verein eine Fahne stiften. Doch der Wunsch ging nicht in Erfüllung. Der Verein ließ sich auf eigene Kosten eine wertvolle Fahne anfertigen, die bis heute alle Höhen und Tiefen und Strapazen überdauerte. Mit dem Schützenfest 1914 endete eine stetige Aufwärtsentwicklung des Vereins durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges.

 

Das Vereinsleben zwischen den beiden Weltkriegen

Der erste Weltkrieg hatte in den Reihen der Holdorfer Schützen große Lücken hinterlassen. Viele waren im Kampf um Heimat und Vaterland gefallen. Ihre Namen stehen auf dem Ehrenmal eingraviert, das den Gefallenen zu Ehren kurz nach dem Krieg errichtet wurde.

Nach einer Pause von fünf Jahren fand 1919 wieder ein Schützenfest statt. Laut gesicherter Überlieferung rief der seit 1914 amtierende König Josef Strunk seinen Untertanen zu:

"Fast alle Throne dieser Welt sind gefallen, nur der Holdorfer nicht!"

Die Königswürde auf diesem Fest errang Josef Sieve aus Ihorst. Im Laufe der Zwanziger Jahre sah der alte, stetig verbesserte und ausgebaute Platz herrliche Schützenfeste.

Ein Bild vom Festmarsch 1934. Fahnenträger von l.n.r.: Heinrich Moormann, Heinrich Pille, Joh. Münzebrock

Ruhige Männer im Präsidium des Vereins, wie Malermeister Josef Westermann, Rendant Heinrich Bavendiek, August Börgerding, Bernhard Moormann, Josef gr.Schlarmann und Hermann Bavendiek verstanden es, den Verein zu hoher Blüte zu verhelfen.

Als im Jahre 1933 der Nationalsozialismus die Macht übernahm, hatte das auch Auswirkungen für den Schützenverein. Alle Vereine wurden gleichgeschaltet und erhielten Einheitsstatuten. In der Generalversammlung vom 18. November 1934 befasste sich der Verein zum ersten Mal mit diesem Problem. Im Protokoll der Sitzung heißt es auszugsweise:

"Der Präsident verlas ein Schreiben des Reichssportbundes sowie des Deutschen Schützenbundes, wonach auch bei Schützenvereinen das Führerprinzip durchzuführen ist. Nach den vorliegenden Bestimmungen sind der Führer des Vereins und sein Stellvertreter, sowie drei Kassenprüfer auf drei Jahre zu wählen. Der bisherige Präsident Josef gr. Schlarmann erklärte, dass er die Wahl des Vereinsführers nicht annehmen werde."

Ungeachtet der schweren Bürde stellten sich Heinrich Völkerding und Heinrich Blomendahl als Vereinsführer bzw. Stellvertreter zur Verfügung, um entgegen den Bestrebungen des Regimes die Tradition des Vereins zu wahren. Der Verein gehörte nun dem Unterkreis Vechta-Cloppenburg im Schützengau Nordsee an, der kooperativ dem Reichsbund für Leibesübungen angeschlossen war. 1937 wurde Heinrich Völkerding von Heinrich Böckmann-Wiegel als Vereinsführer abgelöst. Trotz der einschneidenden Änderungen konnten die Schützenfeste fast in der traditionellen Form gefeiert werden. Nur der Schießsport bekam einen rein militärischen Charakter.

Das letzte Schützenfest vor dem zweiten Weltkrieg wurde am 16. und 17. Juli 1939 gefeiert. Bernhard Neteler aus Ihorst errang die Königswürde.

Den älteren Schützenbrüdern ist die nun folgende Kriegszeit sicherlich noch in Erinnerung - wenn auch nicht in guter. Wie schon im ersten Weltkrieg, konnten auch nun keine Schützenfeste mehr gefeiert werden. Die letzte Versammlung des Vereins fand am 10. Juli 1940 bei Frilling statt. Es wurde beschlossen, dass alle notwendigen baulichen Veränderungen für die Dauer des Krieges zurückgestellt werden sollten. Der reine Schießbetrieb lief auch während der Kriegszeit befehlsgemäß weiter. Schon bald mussten die ersten Gewehre abgeliefert werden, bis dann für lange Zeit Ruhe auf dem Schützenplatz einkehrte.

 

Die Nachkriegszeit bis zum Jubeljahr 1961

Nach dem furchtbaren Zusammenbruch 1945 schien es für alle Zeiten mit dem Schützenwesen vorbeizusein. Wegen ihrer Mitgliedschaft im NS-Reichsbund für Leibesübungen wurden alle Schützenvereine aufgelöst und ihre Vermögen unter die Treuhänderschaft der Militärregierung gestellt. Die noch vorhandenen Gewehre mussten selbstverständlich abgeliefert werden. Gott sei Dank konnten die Insignien des Vereins, die Königskette, Diadem und die Vereinsfahne von beherzten Schützenbrüdern durch die Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit gerettet werden. Erst vier Jahre nach Kriegsschluß, 1949 also, änderte die Militärregierung ihre Ansicht bezüglich der Schützenvereine und erlaubte eine Neugründung, aber nur als "Schützenbruderschaft".

In Holdorf fand diese "Gründungsversammlung" am 27. November 1949 im Wirtshaus Johanning statt. 60 Schützenbrüder beschlossen die Neugründung unter dem Namen "Schützenbruderschaft Holdorf", um so den traditionsreichen Verein zu erhalten.

Der Vorstand setzte sich im wesentlichen aus den Männern zusammen, die schon vor 1933 die Vereinsführung innehatten. Es waren: Präsident Josef gr. Schlarmann, Vizepräsident Heinrich Blomendahl, Kassierer Heinrich Bavendiek, Schriftführer Josef Sommer und Schützenmeister Alwin Böckmann.

Dieser Vorstand ging als erstes daran, dem Verein sein Vermögen zurückzugewinnen. In einem langwierigem Verhandlungsverfahren mit der Militärregierung und dem Niedersächsischem Landesamt für die Beaufsichtigung gesperrten Vermögens, gelang es am 7. Juli 1950 auf einer öffentlichen Sitzung in Celle, das gesamte Vereinsvermögen kostenfrei wieder zu erlangen. An dieser historisch bedeutsamen Fahrt nahmen vom Schützenverein Holdorf teil: Präsident Josef gr. Schlarmann, Kassierer Heinrich Bavendiek, Schriftführer Josef Sommer und Josef Harpenau.

So konnte schon am 16. und 17. Juli 1950 das erste Schützenfest nach dem Krieg gefeiert werden. Da Feuerwaffen und Kugelbüchsen noch verboten waren, schoß man zunächst mit dem Luftgewehr, um den neuen König zu ermitteln.

Der letzte Vorkriegskönig Bernhard Neteler war inzwischen verstorben. Für ihn wurde Bürgermeister Hermann Grote einstimmig zum Reichsverweser gewählt und mit der Regentschaft bis zum ersten Schützenfest betraut. Auf diesem Fest wurde er durch den Fuhrunternehmer Josef Harpenau abgelöst.

Dieses erste Schützenfest, auf das naturgemäß das ganze Dorf gewartet hatte, nahm einen glänzenden Verlauf. Es zeigte sich, dass das Schützenfest nichts von seiner Volkstümlichkeit eingbeüßt hatte, sondern nun erst zu recht zu einem verbindenden Element im Gemeindeleben wurde. Galt es doch, die vielen Vertriebenen in die Gemeinschaft aufzunehmen. So fanden sich alle Bürger der Gemeinde ohne Unterschied von Rang und Stand, Politik und Religion, zu diesem Fest der Dorfgemeinschaft zusammen. Dass so etwas in unserer Gemeinde möglich wurde, ist dem Schützenverein zu verdanken, dessen Oberziel es ja ist, die Dorfgemeinschaft zu pflegen.

Alljährlich fand nun Mitte Juli das Schützenfest statt. Die einzelnen Kompanien erhielten starken Zuwuchs. Bereits 1954 wurde eine Jungendkompanie gebildet, deren Führung Emil Völkerding übernahm. In dieser Kompanie werden alle Jugendlichen aufgenommen, die aus der Schulpflicht entlassen sind und das 21.-Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Auch aus dem Ortsteil Handorf-Langenberg trat eine sehr starke Kompanie an. Beim Ausmarsch bewegte sich ein stattlicher Festzug durchs Dorf.

Als 1958 in Handorf-Langenberg ein eigener Schützenverein gegründet wurde, bildete der Ortsteil Holdorf-Bahnhof die 4.Kompanie unter der Führung von Hauptmann August Themann.

Inzwischen hatte ein Wechsel im Vereinsvorstand stattgefunden. Alwin Böckmann war bereits seit 1952 zum Präsidenten gewählt worden, seit 1957 fungierte Alfred Wernke, zu der Zeit Gemeindedirektor, als Vizepräsident. Walter Bavendiek hatte das Amt des Kassieres inne. Unter diesem Vorstand wurde ein Gesamtbauplan für die Schützenplatz-Anlage erstellt, der auch nach und nach verwirklicht wurde.

Der Vorstand 1961

So konnte man gut gerüstet das Jubelfest zum 100jährigen Bestehen im Jahre 1961 vorbereiten. Sämtliche Nachbarvereine wurde zu diesem Fest eingeladen, das am 15., 16. und 17. Juli 1961 stattfand. Unsere Heimatzeitung, die Oldenburgische Volkszeitung, berichtete am 20.Juli in großer Aufmachung. Wir zitieren auszugsweise:

"Schützen-Jubeltage der Kameradschaft und Fröhlichkeit

Glanzvolle Hundertjahrfeier - Jubelkönig Albert II. regiert

Am Dienstagmorgen ging unter der Regierung von Könog Albert II. das glänzendste Schützenfest zu Ende, das Schützen, Einwohner und Gäste je in Holdorf miterlebt haben. Rund 2000 Zuschauer säumten am Sonntag die Festzugsstraße, um dieses imposante Bild des Jubiläumsfestes zu sehen. Die Teilnahme von rund 800 Schützen, davon allein 500 Auswärtigen, mit 10 Fahnenabordnungen und 10 Majestäten, die zum größten Teil in der Kutsche mitfuhren, gaben dem Zug eine besonders festliche Note."

Dieses Jubelfest war somit glanzvoller Höhepunkt und damit ein würdiger Abschied der ersten 100 Jahre des Schützenvereins.

 

Von 1961 bis 1986

Schon bald nach dem Jubelfest erkrankte Präsident Alwin Böckmann, der sich in über 20 Jahren hervorragende Verdienste um den Verein erworben hatte. Mit seinem Tod am 8. Januar 1964 verlor der Verein einen seiner besten Männer. Kurz davor waren zwei weitere verdiente Mitglieder gestorben: Josef Metten-Tepe, dessen Verdienste schon an anderer Stelle gewürdigt wurden, und Heinrich kl. Schlarmann, König von 1924.

Auf der folgenden Generalversammlung am 02.Februar 1964 wurde Gemeindedirektor Alfred Wernke mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Dieses Amt übte er über viele Jahrzehnte in Vollendung aus.

In den folgenden Jahren konnte die stetige Aufwärtsentwicklung des Schützenvereins fortgesetzt werden. Im Jubiläumsjahr 1961 hatte der Verein 298 Mitglieder. Im Laufe der nächsten Jahre verdoppelte sich diese Zahl.

Mit den steigenden Mitgliederzahlen wurden wieder einmal die räumlichen Verhältnisse auf dem Schützenplatz zu klein. Im Jahre 1968 wurden die beiden Hallen durch eine dritte verbunden, so dass insgesamt ein Hallenpotential von 1153 Quadratmetern zur Verfügung stand. Die Schießhalle wurde ebenfalls erweitert, indem ein fast 100 Quadratmeter großer Raum angebaut wurde, der auch als Luftgewehrstand dient.

Neben den vielfältigen Aufgaben bei der Platzgestaltung förderte der Verein auch kamerdaschaftliche und freundschaftliche Beziehungen. So wurden 1974 erste Kontakte zur Schützenbruderschaft St.Sebastian in Olfen geknüpft, die im Laufe der letzten Jahre durch Besuche und Gegenbesuche vertieft wurden.

Mit den beiden weiteren Schützenvereinen in unserer Gemeinde, Fladderlohausen und Handorf-Langenberg wird jedes Jahr ein Wanderpokal ausgeschossen.

Um auch die Jugend mehr an den Schießsport heranzuführen, wird nicht nur ein Preisschießen durchgeführt, sondern auch, zusammen mit der Jugend des Schützenvereins Fladderlohausen, ein Pokalwettkampf.

 

Ab 1986

Seit Beginn der 80er Jahre wurde immer deutlicher, dass die Schießhalle nicht mehr zeitgemäß war. Es fehlte vor allem eine Zentralheizung, aber auch die sanitären Anlagen entsprachen nicht mehr den Anforderungen.

Präsident Alfred Wernke entwickelte mit Architekt Bernhard Sieve ein Konzept, die Schießhalle zu modernisieren. Als sich beim Nachschießen 1987 auf dem KK-Stand um Haaresbreite ein Schießunfall ereignete, wurde den Verantwortlichen bewusst, dass auch hier keine ausreichende Sicherheit gegeben war.

In den folgenden Vorstandssitzungen wurden die Weichen für einen kompletten Neubau der Schießhalle mit modernen Schießständen gestellt.

Ein Bauausschuss erarbeitete zusammen mit dem Vorstand und dem Architekten, Schützenbruder Helmut Völkerding, ein schlüssiges Konzept.

Die Finanzierung des Bauvorhabens lag bei unserem Schatzmeister Walter Bavendiek in guten Händen. Die Gemeinde Holdorf unterstützte die Errichtung einer modernen Schießsportanlage mit einem ansehnlchen Zuschuss. In einer Mitgliederbefragung baten die Kompanieführungen jeden Schützenbruder um Arbeitsleistung, eine Spende und den Kauf von Bausteinen. Der Erfolg war so überwältigend, dass die Generalversammlung am 31. Jan. 1988 grünes Licht erteilen konnte.

Schon Ende 1987 ließen sich 9 Vereinsmitglieder in Oldenburg zu amtlich beglaubigten Schießwarten ausbilden. Der Vorstand ging – ja auch mit Recht – davon aus, dass mit dem Bau der neuen Anlage der Schießsport in Holdorf starken Aufschwung nehmen würde.

Die einjährige Bauphase von Juli 88 bis Juli 89 musste nur kurz unterbrochen werden, da im Rahmen der 800 –Jahrfeier der Gemeinde Holdorf auf unserer Anlage die erste Holdorfer Gewerbeschau stattfand. Wieder einmal zeigte sich, wie wertvoll unser Platz wegen seiner zentralen Lage für die Allgemeinheit ist. Dennoch gingen die Arbeiten zügig voran; die freiwillige Mithilfe unserer Schützenbrüder, ob alt oder jung, war großartig.

Am 7. Juli 1989 wurde in einer Feierstunde die neugestaltete Anlage eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele Gäste und Besucher beglückwünschten uns, voll der Bewunderung und Anerkennung für die geleistete Arbeit.

In den Jahren 1982 bis 1988 traten viele ältere verdiente Mitglieder von ihren Posten zurück. Junge Schützenbrüder traten an ihre Stelle. Gerade ihnen verdankt der Verein neue Impulse.

Anfang der 90er ist der Umbruch vollzogen.

Einen besonderen Einschnitt stellen die Rücktritte unseres Präsidenten Alfred Wernke im Jahr1993 und des Schatzmeisters Walter Bavendiek 1996 dar: ein erfolgreiches Gespann, das über Jahrzehnte den Verein geführt hat, beginnend mit den Neuanfängen nach dem Krieg. Präsident Heinrich Baumann würdigte die großen Verdienste, lobte ihren Einsatz und ihre Treue, ihre stete Kameradschaft und ihren Weitblick und zeichnete sie mit dem Großherzog – Orden aus.

OV berichtet über die Verleihung des Großherzog-Ordens

Die Regimentsführung liegt nun nach der Zeit „der alten Kämpen“ Heinrich Völkerding, Franz Böckmann, Heinrich Kampers und Aloys Echtermann seit 1992 in jüngeren Händen. Rolf Werner, seit 1987 Stellvertreter, ist seit 1992 Regimentskommandeur. Mit Sigrid Dinkgrefe wurde 2002 die erste Frau in den Vorstand gewählt.

Um die Kommunikation zwischen dem Vorstand und den Schützenbrüdern und - schwestern zu fördern und den Verein und seine Arbeit sowohl in als auch außerhalb der Gemeinde bekannt zu machen, richtete Schützenbruder Nicolas Vogt  eine stark besuchte Internet – Seite ein. Alle Schützenbrüder sind zur Mitgestaltung herzlich eingeladen.

Im Herbst des Jahres 2004 konnte unser Schützenverein den größten sportlichen Erfolg seiner Geschichte verzeichnen. Mit Josef Thöle, Alfons gr.Kamphake und Gerd Middendorf stellte unser Verein die Deutschen Meister der Seniorenklasse A in der Disziplin Luftgewehr Auflage. Josef Thöle wurde zudem Deutscher Vizemeister in der Einzelwertung.

Im Jahr 2005 stellte sich Präsident Heinrich Baumann nicht zur Wiederwahl. Da mit ihm noch weitere drei Mitglieder aus dem Vorstand ausschieden, war der Weg frei einen Umbruch zu starten. So wurde auf der Generalversammlung am 28. Februar 2005 ein deutlich verjüngter Vorstand gewählt. Neuer Präsident wurde Richard Zumloh. Durch die Unterstützung "alter", erfahrener Vorstandsmitglieder ist der Weg frei, um die Zeichen auf "Zukunft" zu stellen.

Am 16.Oktober 2005 bescherte unser Schützenbruder Werner Sporkmann den größten sportlichen Erfolg eines Einzelschützen auf nationaler Ebene. Mit unglaublichen 300 Ringen errang er die Deutsche Meisterschaft in der Disziplin Luftgewehr-Auflage bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Dortmund. Dieses famose Ergebnis wurde durch einen vierten Platz von Gerd Middendorf noch abgerundet. Auch er hatte 300 Ringe erzielt. Die Feierlichkeiten in Holdorf dauerten bis tief in die Nacht an. Einige Monate später stellte Werner Sporkmann dann bei den Kreismeisterschaften mit 300 Ringen in der gleichen Disziplin seine bestechende Form unter Beweis und zeigte wieder einmal, dass alle Titelanwärter in der Seniorenklasse grundsätzlich aus Holdorf kommen.

Werner Sporkmann - Deutscher Meister 2005 in der Disziplin LG-Auflage

Termine

06.09.2010
Vereinsmeisterschaft

06.09.2010
1. Kp Kreuzritter Übungsschießen

07.09.2010
Vereinsmeisterschaft







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